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Optimierungswert

Die Unterfertigung eines Mietvertrages erfolgt nur, wenn gesundheitliche Unbedenklichkeit besteht. Aus diesem Grund ergibt sich die Möglichkeit zur Festlegung von einem Optimierungswert aus Sicht der Stadt Wien im Rahmen einer privatrechtlichen Vertragsgestaltung. Dieser Wert wird als Vorgabe definiert.

Grundsatz

Bei Mobilfunkanlagen auf städt. Objekten muss der Betreiber vor der Zustimmung zur Aufstellung einer Mobilfunkanlage rechnerisch nachweisen, dass die geplante Leistungsflussdichte inkl. der bereits vorhandenen HF-Dienste den Optimierungswert nicht überschreiten wird.

Durchführungsbestimmungen für die Genehmigung zur Errichtung von Mobilfunkanlagen auf Liegenschaften der Stadt Wien

Bedingt durch die Lizenzvergabe durch die Regulierungsbehörde des Bundes ab September 2010,  bezüglich des Ausbaus der Mobilfunktechnologie LTE, wurde die Durchführungsbestimmung für die Genehmigung zur Errichtung von Mobilfunkanlagen auf Liegenschaften der Stadt Wien und Wiener Wohnen überarbeitet.

Für den Ausbau des Netzes sollen vorrangig bestehende Mobilfunkstandorte der Mobilfunkbetreiber verwendet werden. Neue Stationen werden nur dort genehmigt, wo keine geeignete Infrastruktur besteht.

Die grundlegende Intention der neuen Vorgabe ist die Unterschreitung des Optimierungswertes von 100 mW/m² Gesamtexposition am Hauptimmissionspunkt im Gebäude (das ist jener Punkt, an dem mit der größten Immission bei gleichzeitigem regelmäßigem Aufenthalt von Menschen zu rechnen ist). Eine technisch machbare und wirtschaftlich vertretbare Minimierung ist unabhängig davon geboten. Das bedeutet, dass unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Basiswerts am Immissionsort die Gesamtexposition von 6,14 V/m (100 mW/m²) an den zu betrachtenden Immissionspunkten nicht überschritten werden soll. Für GSM / UMTS dürfen dabei 10mW/m² pro Kanal und Technologie nicht überschritten werden. Unter Gesamtexposition wird das Zusammenwirken der am Hauptimmissionspunkt einwirkenden HF-Dienste verstanden.

Dies sind insbesondere: alle Mobilfunkfrequenzen (GSM, UMTS, LTE, etc.), Radio- und Fernsehfrequenzen, WLAN, Behördenfunk – Blaulichtorganisationen.

Der durchschnittliche Hintergrundpegel, basiert auf praktischen Messergebnissen durch den TÜV Österreich im Stadtgebiet von Wien. Grundsätzlich wird für diesen Hintergrundpegel ein Wert von 5 mW/m² angenommen und vom Optimierungswert (100 mW/m²) in Abzug gebracht. Ergeben Messungen des Hintergrundpegels vor Ort höhere oder niedrigere Leistungsflussdichten, sind diese heranzuziehen.

Dieser Hintergrundpegel beinhaltet alle ortsfesten Funkdienste im Frequenzbereich von 75 MHz bis 3 GHz (Rundfunk, DVB-T, Tetra, W-LAN, etc.), bewertet am Immissionspunkt, mit Ausnahme der Mobilfunkdienste (GSM/UMTS/LTE). Inkludiert sind auch mobile Funkdienste, deren Aussendung durchaus höher sein kann, aber durch die Bewegung der Quelle oder den intermittierenden Betrieb der Sendefunkeinrichtung nur für einen kurzen Zeitraum relevant sind und durch die Mittelung über einen Zeitraum von 6 Minuten einen deutlich geringeren Beitrag zur Gesamtimmission leisten.

Es ist davon auszugehen, dass der tatsächliche Hintergrundpegel bei Immissionsmessungen in beinahe allen Fällen geringer ausfallen wird. Da aber jene Sendefunkanlagen, die für den wesentlichen Teil der Immission verantwortlich sind keine gleichmäßige Feldverteilung über die Fläche von Wien generieren, wird der Hintergrundpegel mit einem Wert von 5 mW/m² definiert und somit dieser Referenzwert im oberen Grenzbereich der aus den Messreihen erhobenen Hintergrundfeldstärken angesiedelt.

Dieser Hintergrundpegel wird nach Rücksprache mit einem hierfür akkreditiertem Messinstitut im Bedarfsfall überprüft.